Aktuelle Studie beweist: Höheres
Allergierisko bei Kindern durch Einsatz von Antibiotika und
Impfungen
22. Mai. 2007 um 14:55
Der restriktive Einsatz
von Antibiotika,
fiebersenkenden
Mitteln und bestimmten
Impfungen
reduziert
das Risiko für allergische Erkrankungen und Sensibilisierungen bei
Kindern. Dies weist eine aktuelle Studie* nach, die mit
Forschungsmitteln der Europäischen Union und durch die Schwedische
Stiftung für wissenschaftliche Gesundheitspflege und
Allergieforschung gefördert wurde. Laut der Erhebung leiden Schüler
der von Rudolf Steiner gegründeten Waldorfschulen seltener an
Atemwegserkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma sowie an
Neurodermitis oder Nahrungsmittelallergien. Waldorfschüler erhalten
im Vergleich zu anderen Kindern deutlich seltener Antibiotika,
fiebersenkende Medikamente und Impfungen. Bei Kindern, die
Antibiotika verabreicht bekamen, beobachtet die Studie im Vergleich
zu Kindern, die nie Antibiotika erhielten, ein erhöhtes Risiko für
eine Atemwegserkrankung, Asthma oder Hautkrankheiten wie
Neurodermitis. Auch die Gabe von fiebersenkenden Mitteln ist laut
den Ergebnissen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit verbunden,
dass die Kinder später an Asthma oder einer Hautkrankheit leiden.
*Flöistrup H, et al und die PARSIFAL Studiengruppe. Allergien und
Sensibilisierung bei Waldorfschülern. Der Merkurstab 2006, 59:
308-315.
